Neues Förderprogramm für private Flächen im öffentlichen Raum

Wer in das Forum am Westkreuz geht, ist mitten im öffentlichen Raum, aber auf privaten Grund. Auch in der Limesstraße sind viele Flächen zwischen den Gebäuden und dem Straßenraum in Privatbesitz. Diese Flächen sind wichtig für die Attraktivität einer Straße oder eines Ladenzentrums. Sie sind oft versiegelt, oder mit einer minderwertigen, zusammengewürfelten Außenmöblierung für die Gastronomie ausgestattet. Jedes Gewerbe präsentiert sich ganz individuell mit eigener Gestaltung, ohne die nächste Umgebung mit einzubeziehen.
Im Rahmen der Städtebauförderung wurde nun ein neues Förderprogramm entwickelt. Für folgende Ausstattungselemente stehen daher zukünftig Gelder zur Verfügung:
· Markisen und Sonnenschirme,
· Stühle und Tische,
· Bepflanzung,
· Warenpräsentation,
· Werbeanlagen und
· Fahrradständer.

Wichtig ist: Bei diesem Programm geht es nicht darum, zusätzliche Werbeanlagen und Außenbestuhlungen herbeizuführen, sondern diese in einer qualitativ hochwertigen Art und Weise umzusetzen. „Jeder kennt die roten Plastikstühle eines großen Limonadenherstellers. Das wollen wir natürlich nicht. Wir setzen auf attraktives Mobiliar.“, sagt Stadtteilmanager Daniel Genée. Gezielt gewollt ist zusätzliches Grün und die Einrichtung weiterer Radabstellanlagen.
Pro Gewerbeeinheit sollte bei den Ausstattungselementen für die Auswahl der Materialien und der Farben ein abgestimmtes Konzept der Ausstattungselemente entwickelt werden. „Eine abgestimmte Gestaltung der privaten Vorbereiche kann der Straße und dem Ladenzentrum ein attraktives Gesicht geben.“, so Nicole Bös-Günther, Projektleiterin bei der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung.
Um eine finanzielle Unterstützung aus Städtebaufördermitteln zu erhalten, sollte bei der Auswahl der Ausstattungselemente grundsätzlich auf Folgendes geachtet werden:
Markisen und Sonnenschirme
Die Stoffe sollten vor allem farblich mit der Fassade abgestimmt sein. Werbung auf Sonnenschirmen oder Markisen sind nicht zulässig.

Gastro-Möblierung (Stühle und Tische)

Materialien wie Holz, poliertes beziehungsweise pulverbeschichtetes Aluminium oder witterungsbe-ständiges Polyrattan, auch hochwertiger Kunststoff, sind optisch anspruchsvoller und oft auch be-ständiger als minderwertige Kunststoffe. Die Möblierung sollte mit den restlichen Ausstattungsele-menten ein stimmiges Gesamtkonzept ergeben.

Bepflanzung

Die Bepflanzung kann individuell gestaltet werden (auch saisonal wechselnd), jedoch sollte auf im-mergrüne Nadelgehölze (z.B. Thuja-Hecken) verzichtet werden.

Warenpräsentation

Bei der Präsentation von Waren ist eine offene, übersichtliche Warenanordnung vorteilhaft. Schaufenster sollten zum Großteil transparent werden, um auch in den Laden hineinschauen zu können. Das Material der Warenaufsteller sollte zurückhaltend sein, um der angebotenen Ware Vorrang zu geben.

Werbeanlagen

Werbeanlagen sollten dezent wirken. Leuchtkastenwerbung, Blinklichter und Signalfarben sind zu ver-meiden.

Fahrradständer

Als Fahrradständer werden im Design möglichst reduzierte Stahlbügel empfohlen. Diese können sich leicht in das Gesamtkonzept unterordnen. Die Nutzung eines Modells für mehrere nebeneinanderliegende Geschäfts- oder Gastronomieeinheiten wäre aus gestalterischer Sicht von Vorteil. Es sollte sich um fest installierte Modelle handeln.


Derzeit steht das Förderprogramm bereits für das Forum am Westkreuz zur Verfügung. In der zweiten Jahreshälfte wird das Programm auch auf die Limesstraße und den Ortskern Aubing ausgeweitet.
Die ausführlichen Richtlinien sowie eine Beratung erhalten Sie über das Stadtteilmanagement.