Rundgang durch das ehemalige Zwangsarbeiter*innenlager Neuaubing am Tag der Städtebauförderung

Als Beitrag zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung am 13. Mai 2023 wird ein Rundgang über das Gelände an der Ehrenbürgstraße mit Informationen zu seiner Geschichte und den künftigen Planungen angeboten.

Eines der bundesweit wenigen noch erhaltenen baulichen Zeugnisse des Systems der Zwangsarbeit während des zweiten Weltkrieges befindet sich im Sanierungsgebiet Aubing-Neuaubing-Westkreuz. Acht von ehemals neun Baracken einer Unterkunft für Zwangsarbeiter*innen des Reichsbahnwerks Neuaubing sind noch erhalten, das gesamte ehemalige Lagegelände steht unter Ensembleschutz. Sozio-kulturelle Nachnutzungen wie die Kinder- und Jugendfarm, eine privat betriebene Kita und zahlreiche Künstler*innen und Kunsthandwerker*innen haben dazu beigetragen, dass der Ort erhalten werden konnte. Die Landeshauptstadt München wird das Gelände in den nächsten Jahren behutsam sanieren.

Die vorhandenen sozio-kulturellen Nutzungen bleiben erhalten. Zusätzlich richtet das NS-Dokumentationszentrum einen Erinnerungsort ein. Erinnerung, Öffnung in die Nachbarschaft, Multifunktionalität, Koexistenz und Ökologie sind zentrale Leitprinzipien der geplanten Transformation.

Auf einem gemeinsamen Rundgang werden das NS-Dokumentationszentrum, das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) in über die NS-Geschichte und den Umbau des Ortes als Zwangsarbeiter*innenlager und den geplanten Umbau des Geländes informieren.

Treffpunkt: Ehrenbürgstraße 9 (Zugang Wiesentfelser Straße)

Datum und Uhrzeit: 13. Mai 2023, 15.00 bis ca. 17 Uhr.

Um Anmeldung unter diesem Link oder info(at)neuaubing-westkreuz.de wird gebeten.

Das Projekt wird im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ und des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.