Im September 2015 hat München gemeinsam mit Partnerstädten Lyon und Wien den Zuschlag für das Projekt „Smarter Together“ erhalten. Insgesamt hatten sich über 40 Städtekonsortien bei der Europäischen Union um ein Smart Cities-Projekt beworben. Bei dem Projekt „Smarter Together“ geht es um die Sanierung von Wohnanlagen mit vielschichtiger Eigentümerstruktur, die Entwicklung von nutzerzentrierten Mobilitätskonzepten sowie um innovative Geschäftsmodelle. Außerdem soll besonderes Augenmerk auf smarte Formen der aktiven Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern gelegt werden. Modellregionen sind Neuaubing-Westkreuz und das in unmittelbarer Nähe angrenzende Neubaugebiet Freiham.

Die EU-Fördermittel belaufen sich insgesamt auf 24,7 Millionen Euro. Die Stadt München und ihre Gesellschaften Stadtwerke München (SWM), Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) erhalten rund vier Millionen Euro, der gesamte Münchner Verbund 6,85 Millionen Euro. Hinzu kommen Eigenmittel und Gelder aus Wirtschaft und Forschung, sodass insgesamt rund 20 Millionen Euro nach Neuaubing-Westkreuz und Freiham fließen. Der offizielle Start des Projekts erfolgte im Februar 2016, die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

Smart City - Auftaktveranstaltung

Geplante Maßnahmen

  • In einem Stadtteil-Labor gestalten Bürgerinnen und Bürger Gegenwart gemeinsam. Das geht weit über die bisherigen Formen von Bürgerbeteiligung hinaus - künftige Nutzerinnen und Nutzer entwickeln Lösungen gemeinsam mit den Unternehmen und örtlichen Umsetzern
  • Aufbau von Niedrigenergiequartieren auf Basis erneuerbarer Fernwärme (Geothermie und Niedrigtemperatur-Fernwärme) sowie erneuerbarer Energieversorgung.
  • Ganzheitliche Sanierung von Wohnungsbestand in öffentlichem und privatem Besitz (energetische Sanierung von 42.000 Quadratmetern Wohnfläche mit hohen Standards, Vor-Ort-Beratung) und Absicherung bestehender Mietniveaus
  • Ausbau integrierter Infrastrukturen in Form von Smart-Data-Management-Plattformen und Smart-Service-Angeboten (z.B. intelligente Laternenmasten, Verteilerstationen für Güter, Dienstleistungen und quartiersbezogene Sharing-Economy-Ansätze, Apps, ...)
    Lösungen für nachhaltige Mobilität im Quartier (Carsharing-Systeme, Fracht-Pedelecs, Mobilitätsstationen mit Infosäulen, ...)


Die vorgeschlagenen Maßnahmenpakete basieren auf einer Ökonomie des Teilens ("Sharing Economy"), der gemeinschaftlichen Nutzung von Diensten und Gütern, der Wiederverwert-ung von Ressourcen, innovativen Geschäftsmodellen, der Anwenderfreundlichkeit von Dienstleistungen und dem zielgerichteten, gesellschaftsverträglichen Einsatz moderner Technik.

Kooperationspartner

Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit städtischen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, führenden europäischen Industrie- und Forschungspartnern sowie hochspezialisierten kleinen und mittleren Unternehmen realisiert, wie zum Beispiel Siemens oder der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Projektmanagement liegt bei der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (MGS) und beim Referat für Arbeit und Wirtschaft.