Allgemein

Das Sanierungsgebiet „Neuaubing-Westkreuz“ umfasst eine Fläche von 350 ha. Im Norden wird das Gebiet durch die Bahngleise entlang der Leienfelsstraße und Lichtenfelser Straße begrenzt und im Süden durch die Bodenseestraße. Im Westen erstreckt sich das Sanierungsgebiet bis zur Wiesentfelser Straße und im Osten reicht es bis zum S-Bahnhof Westkreuz. Rund 30.000 Menschen mit sehr unterschiedlichem sozioökonomischen Hintergrund leben in Neuaubing-Westkreuz. Das Quartierszentrum von Neuaubing bildet die Limesstraße.

Geschichte

Im Jahre 1010 wurde Aubing erstmals als "Ubingen" erwähnt.  Der Name ist vom Männernamen "Ubo" abgeleitet, der allerdings nirgendwo belegt ist. Aubing war jahrhundertelang die einwohner-stärkste Gemeinde westlich von München, bis sich Pasing diesen Status eroberte. Um die Jahrhundertwende setzte die Industrialisierung in Aubing verstärkt ein, unter anderem mit der Chemischen Fabrik und der Ziegelei. Den Impuls für die Aufsiedlung Neuaubings lieferte das zwischen 1902 und 1906 südlich der Bodenseestraße errichtete Eisenbahnausbesserungswerk mit angeschlossener Arbeiterwohnhaukolonie. Als Siedlungskern fungierte die an der ausgebauten Limesstraße 1907 eröffnete Schule. Das Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten genehmigte 1914 die amtliche Verwendung der Bezeichnung Neu-Aubing für den neuen Ortsteil. Bei einem Bevölkerungsstand von ca. 4000 Einwohnern wurde Neuaubing gemeinsam mit Aubing am 1. April 1942 nach München eingemeindet. In den Jahrzehnten seit dem Ende des 2. Weltkriegs wurden die ausgedehnten Freiflächen bis auf wenige Reste mit Einfamilienhaus- und Großsiedlungen bebaut. In den 60er Jahren entstand in Neuaubing die Siedlung „Am Westkreuz“. Grund für den Namen „Am Westkreuz“ war, dass sich im Rand der Siedlung in absehbarer Zeit zwei große Straßenzüge (Schnellverkehrsstraßen) kreuzen sollten, die Bodenseestraße und die Gotthard-straße. Die ersten Wohnungen wurden 1966 bezogen. Die Einweihung war am 12. Juni 1969. Die namengebende Straßenkreuzung kam bisher nicht zustande. Im Jahr 1994 fasste man die Stadtteile Aubing, Lochhausen und Langwied zum Stadtbezirk 22 zusammen.

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